Streitschlichter

Lernen, in Frieden miteinander zu leben

Wenn so viele Schülerinnen und Schüler unter einem Dach miteinander Lernen, Lachen und Spielen ist es ganz normal, dass es immer wieder zu Konflikten kommt. Es geht bei der Streitschlichtung nicht darum, dass keine Konflikte mehr auftreten, sondern dass sie gemeinsam überwunden werden. Aus einer Streitschlichtung kommen immer nur Sieger hervor!

An der Neurottgemeinschaftsschule in Ketsch gibt es die Streitschlichtung seit 2006. Für die Grundschüler gibt es ausgebildete Schülerstreitschlichter, die sich um deren Konflikte kümmern. Die Lehrerstreitschlichter sind für die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe da.

Diese Streitschlichter oder auch „Mediatoren“ helfen im Streitfall den Betroffenen, sich über ihre Gefühle und Interessen klar zu werden und sie verständlich zum Ausdruck zu bringen. Das Ziel ist es, eine gemeinsame Lösung ohne Verlierer zu finden, damit alle zufrieden sind.

Stress gehabt? Und wie kommst du zur Streitschlichtung?

Schülerinnen und Schüler der Klassen 2 bis 5 können in der zweiten großen Pause direkt bei den Streitschlichtern in der Aula einen Termin vereinbaren. Ältere Schüler der Klassen 6 bis 10 wenden sich bitte an die Lehrer oder das Mediationsteam (Frau Rittershofer, Frau Plachky, Frau Sandritter und Frau Weindel).

Welche Aufgabe haben die Streitschlichter?

Die Streitschlichter, sind unparteiisch. Sie stehen somit weder auf der einen noch auf der anderen Seite. Sie fällen kein Urteil über die Schüler oder die Situation. Die Mediatoren sind also keine Richter, keine Schiedsrichter oder Rechtsanwälte, das heißt, sie geben niemandem Recht und bestrafen auch nicht.

Ihre Aufgabe ist es dafür zu sorgen, dass die Streitenden ihren Konflikt besser verstehen und dass sie eine gute und faire Lösung für ihren Streit finden. Außerdem achten sie während der Streitschlichtung auf die Einhaltung von Gesprächsregeln.

Wie läuft eine Streitschlichtung ab?

Jeder erhält genügend Zeit, den Streit aus seiner Sicht zu erzählen. Die Streitschlichter hören dabei „aktiv“ zu, das bedeutet, sie hören ganz genau zu, stellen Fragen und fassen das Gehörte zusammen.

Wenn sich beide Streitenden verstanden fühlen, wird nach Lösungen für ihren Konflikt gesucht.  Die Streitenden überlegen nun gemeinsam, wie sie ihre Meinungsverschiedenheiten beilegen können, und einigen sich auf die Lösungsvorschläge, die ihnen beiden am meisten zusagen. Diese Lösungen werden dann in einem Vertrag schriftlich festgehalten und von beiden Beteiligten sowie den Streitschlichtern unterschrieben.

Was geschieht nach der Streitschlichtung?

Nach einer gewissen Zeit nehmen die Streitschlichter und die Konfliktbeteiligten noch einmal Kontakt miteinander auf, um zu klären, ob die Vereinbarungen eingehalten und dadurch die Probleme gelöst wurden. Falls nötig, kann ein weiteres Schlichtungsgespräch stattfinden und neue Lösungen werden verhandelt.