Bilder aus dem Schulalltag


Aktuelles


Politik

Ketsch. Einen Eindruck der hervorragenden Arbeit der Neurottschule konnte sich der Bildungspolitiker Daniel Born MdL bei einem vor-Ort-Besuch in Ketsch verschaffen. Regelmäßig vereinbart das Schwetzinger Mitglied des Bildungsausschusses Termine mit Schulen, um die aktuelle Situation zu besprechen. „Momentan ist es natürlich so, dass die Gemeinschaftsschulen sich Sorgen um die Unterstützung durch die Landesregierung machen – da sind sehr falsche Signale seitens der Ministerin gesetzt worden “, so der Landesparlamentarier. Das sei deshalb bedauerlich, weil man so die wertvolle Arbeit der noch jungen Schulart nicht ausreichend wertschätze. Dabei ist das gemeinsame Lernen auf unterschiedlichen Niveaus an allen Schularten eine wichtige Aufgabe. „Die Herausforderung, allen Schülern passgenaue Angebote zu machen, ob sie nun das Abitur anstreben oder einen Werkrealschulabschluss, meistern die Gemeinschaftsschulen oft schon deshalb besonders gut, weil sie die Aufgabe aktiver annehmen.“, so der Bildungsexperte weiter.

Weitere Vorteile der Neurottschule, mit denen man bei Schülern und Eltern punktet und die dazu beitragen dürften, dass die Anmeldezahlen nach wie vor hoch sind und nicht alle Bewerbungen berücksichtigt werden können, dürften das Ganztagskonzept sein sowie die Möglichkeit, auch in Zeiten von G8, das Abitur dann in einer Folgeschule in 9 Jahren erwerben zu können. Schulleiter Joachim Rumold freut sich, dass die Tatsache, dass das gymnasiales Niveau angeboten wird, für eine echte Durchlässigkeit sorgt und man jederzeit das Niveau in alle Richtungen anpassen könne sobald man feststellt, den Bedürfnissen der Kinder so besser gerecht zu werden.

Für die gute Unterstützung seitens der Kommune bedankte Rumold sich stellvertretend beim anwesenden Vorsitzenden der SPD-Gemeinderatsfraktion Gerhard Jungmann. Wie Born ist auch Jungmann der Ansicht, dass „der Management-Ansatz, mit dem die Kultusministerin die Sache angeht, nicht alle Aspekte des Lernens hinreichend berücksichtigt.“
Der Besuch des Lernbüros beeindruckte die Politiker dann auch. Lehrpersonal, eine pädagogische Assistentin sowie eine Sonderpädagogin kommen hier gemeinsam zum Einsatz und gewährleisten einen optimalen Unterricht, der allen Ansprüchen gerecht wird. Wer Hilfe benötigt, klemmt eine Wäscheklammer mit dem eigenen Namen an eine Kordel und wird schnell von jemandem aufgesucht, der individuell auf Fragen eingeht. „Hier wird wirklich Schule des 21. Jahrhunderts gemacht“, zeigte sich der Bildungspolitiker abschließend angetan insbesondere vom neu gestalteten Bereich de Lernbüros. Dass derzeit auch zwei FSJler an der Neurottschule mitarbeiten, bestätigte Born in seinem Einsatz in Stuttgart, dass künftig auch der Landes-Kultusbereich ein FSJ anbietet. „Hier sehen wir immer vor Ort, wie sich junge Menschen gerne zwischen Schule und Beruf im Bildungswesen engagieren.“ so der Abgeordnete.


TINO in der Neurottschule

Am Dienstag, den 24.10.2017, besuchte TINO, der erfolgreiche Kinderbuchautor, die Neurottschule in Ketsch. TINO kam nicht nur, um den Grundschülern der Klassen eins bis vier vorzulesen, sondern auch, um diese in die spannende Welt der Bücher und seine abenteuerlichen Geschichten zu entführen. Dazu hatte TINO einen geheimnisvollen Reisekoffer mitgebracht, den er mit allerlei Schätzen aus den unterschiedlichsten fernen Ländern gefüllt hatte. Unter anderem waren funkelnde Kleidungstücke, Schmuck, besondere Stoffe wie z.B. Seide und “gefährliche“ Gegenstände darin zu finden, die die Kinder ins Staunen versetzten und die sie später auch aus der Nähe genauer betrachten durften. Die Kinder konnten TINO Fragen stellen, die er offen und lustig beantwortete. Fragen zu seiner Person, wie alt er denn sei oder was er am liebsten für Kleidung trage, aber auch Fragen über seine Arbeit, ob ihm beim Schreiben jemand helfe oder wo er denn am liebsten schreibe, beantwortete er ausgiebig und brachte die Schüler dabei oft zum Lachen. Nicht nur, dass TINO die Kinder während des Vorlesens unglaublich gut zu unterhalten wusste, er fesselte sie regelrecht, sodass sie gespannt lauschten, um ja nichts zu verpassen. TINO erzählte jedoch auch frei für die älteren Grundschüler aus seinem Buch „Der Elefant im Klassenzimmer“, welches von selbst erlebten Abenteuergeschichten aus Indien handelt. Er erzählte anschaulich vom Zähneputzen im Dschungel, einem Elefantenritt über Berg und Tal  mit seinem Freund Stefan, wütenden Affen, einem gefährlichen Tiger und den indischen Kindern, die er dort angetroffen hatte. TINO brachte den Kindern nicht nur seine Geschichten näher, sondern vermittelte mit ihnen auch die Kultur anderer Länder. So konnten sie zum Beispiel kaum fassen, dass in Indien selbstverständlich mit den Händen gegessen wird. Er zeigte ihnen auch Bilder von seinen Reisen, sodass die Kinder große Augen machten und nicht selten auch ein Raunen durch den Raum ging. Zum Abschluss bekam jedes Kind von ihm noch eine kleine Zeichnung, so z. B. ein Schwein auf einem Skateboard oder einen Affen im Cabrio; der Fantasie waren hier keine Grenzen gesetzt. Nach Tinos Lesung konnten sich viele Kinder nicht einigen, ob sie später lieber Schriftsteller oder Abenteurer werden wollten, aber alle waren sich einig, dass es unglaublich viel Spaß gemacht hat und sie Lust aufs Lesen bekommen haben. TINO besuchte bestimmt nicht zum letzten Mal die Neurottschule, um Klein und Groß mit seinen spannenden Geschichten zu begeistern!


Sponsorenlauf

Neurottschüler rennen zur Unterstützung von krebskranken Kinder

Der Donnerstag, den 12. Oktober 2017 war ein besonderer Tag für die Neurottschülerinnen und Neurottschüler: Denn am Vormittag liefen und auch einige Lehrerinnen und Lehrer sowie Rektor Joachim Rumold im Park nahe der Schule und sammelten dabei Spenden für den Förderverein und die Organisation "Kinderplanet" aus Heidelberg.

Und so gingen die Regeln: Für die Grundschüler waren pro Runde 250 Meter zu bewältigen, sie liefen 20 und 25 Minuten lang; die Großen mussten in 30 Minuten die Langdistanz von 500 Metern rund um den Park möglichst häufig zu laufen. Am Ende jeder Runde erhielten die Kinder einen Stempel. Und wie war das mit dem Sponsor? Jeder Schüler suchte sich einen oder mehrere Sponsoren, die pro gelaufene Runde einen selbst gewählten Betrag spenden. Sponsor konnte jeder sein: Eltern, Großeltern, Freunde, …

Am erfolgreichsten Teilnehmer waren die Schüler der Klasse 4b; sie schafften 365 Runden über 250 Meter im Grundschulbereich. In der Sekundarstufe war die 8. Klasse mit 181 Runden über 500 Meter am besten. Insgesamt legten die Läufer 1100,5 km zurück, davon anteilig die Grundschülern 586,5 Kilometer, die Älteren schafften mit mit 514 Kilometern etwas weniger.

Der „Kinderplanet“ in Heidelberg ist eine Kooperation zwischen Elternverein und Kinderklinikleitung. Die ersten Kinder wurden im Januar 1995 aufgenommen. Er befindet sich innerhalb der Klinik. Er richtet sich nicht direkt an die krebskranken Kinder, sondern an die Geschwisterkinder und deren Eltern. Die Geschwisterkinder werden während dem Aufenthalt des krebskranken Kind betreut.
Das Klinikum stellt die Räume, Wasser, Strom, Telefon und Reinigungskraft kostenlos zur Verfügung. Die übrigen Kosten werden vom Elternverein "Aktion für krebskranke Kinder e.V. Heidelberg", als Träger der Einrichtung, finanziert. Dafür werden jährlich ca. 150.000 € Spendengelder benötigt, um die laufenden Kosten der Geschwisterbetreuung „Kinderplanet“ zu decken.
Ein Großteil der stationär zu behandelnden Kinder ist schwerkrank. Dies erfordert die ganztägige Anwesenheit von mindestens einem Elternteil. Eltern sollen und wollen ihr krankes Kind durch diese schwierige Zeit begleiten. Den Geschwistern fehlen Mama oder Papa zu Hause. Besonders schwer haben es Alleinerziehende und ihre Kinder. Den Eltern stellt sich die drängende Frage, wie und wo in dieser Zeit die gesunden Geschwister gut versorgt und betreut werden können. So ist nicht nur die Erkrankung eines Kindes zu verkraften, sondern auch die Sorge um die Gesunden.


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