Im Spiegel der Presse


Die Schwetzinger Zeitung schrieb in ihrem Ketscher Teil am 17. Dezember 2005 auf Seite 17:

"Das ist hier echt der Wahnsinn"

Was die Ketscherin Selina bei "Deutschland sucht den Superstar" derzeit alles erlebt

Von unserem Redaktionsmitglied Ralph Adameit

Ketsch. Selina Mateo schluckt und atmet tief durch. "Jetzt wird es richtig ernst", sagt sie mit klarer Stimme. Heute muss sich die Schülerin bei der TV-Gesangsshow "Deutschland sucht den Superstar" vor einem Millionenpublikum beweisen.

Und natürlich vor der Jury um Dieter Bohlen, dessen bissige Kommentare im Verlauf der bisherigen Ausscheidungsrunden schon so manchem Kandidaten die Tränen in die Augen schießen ließ. "Das sind aber alles normale Menschen", erzählt Selina im Gespräch mit unserer Zeitung lachend. Inzwischen hat sie den die Massen polarisierenden Bohlen ebenso wie die anderen Jury-Mitglieder Heinz Henn und Sylvia Kollek auch privat kennengelernt. Deren Urteile mögen für die Kandidaten manchmal hart klingen, doch sind sie meistens zutreffend und machen dazu das Salz in der Suppe der besonders bei jüngeren Fernsehzuschauern beliebten Show aus. Allerdings werde in den Gesprächen mit Bohlen und Co. hinter der Bühne nur selten über "DSDS" gesprochen, sondern mehr über private Dinge, verrät uns Selina.

Diese Aussage ist nicht verwunderlich, denn derzeit dreht sich im Leben der jungen Ketscherin alles um die Casting-Show, in der sie es unter Tausenden von Bewerbern unter die letzten zehn Kandidatinnen geschafft hat. Vom Unterricht an der Neurottschule ist sie seit Anfang der laufenden Woche befreit und lebt im Moment in einem Hotel in Köln, wo "DSDS" produziert und gesendet wird. Der Tagesablauf für die jungen Männer und Frauen ist dabei straff organisiert und beginnt teilweise schon kurz nach sieben Uhr morgens und endet erst am späten Abend. Schließlich soll der Auftritt gelingen und da heißt es üben, üben, üben. "Wir lernen, wie man zum Beispiel durch Vocal-Coaching die Vokale in den Wörtern noch besser aussprechen und singen kann", berichtet Selina.

Sie wird heute abend übrigens "Beautiful" von Christina Aguilera singen - ein Song, mit dem sie die Jury bereits schon einmal beeindruckt hat. A propos beeindruckt: Was die 16-Jährige derzeit alles erlebt, kann sie manchmal nur schwer in Worte fassen. "Das ist hier echt der Wahnsinn", meint sie zu den "Nebengeräuschen" der Samstagabendshow. Ob Proben, Pressetermine oder die Auswahl der richtigen Garderobe - Selina bekommt bei "DSDS" Einblicke in den Alltag von Musikern und Showstars. Am meisten sei sie jedoch vom Zusammenhalt der Kandidaten beeindruckt: "Wir sind inzwischen zu einer richtigen Familie geworden." Nur auf der Bühne stehe man im Konkurrenzkampf, aber davor und danach gebe man sich gegenseitig Tipps und halte zusammen.
  Unterstützung erfährt Selina natürlich auch von ihrer Familie, von der ein Großteil mit Freunden heute Abend im Publikum sitzt und die Daumen drückt. Das Ziel ist für die zweitjüngste Teilnehmerin der dritten "DSDS"-Staffel übrigens klar. Sie will nicht nur den Sprung in die Mottoshows schaffen. "Ich will Superstar werden", verkündet sie selbstbewusst. Wenn es mit diesem großen Ziel nicht klappen sollte, "wäre ich schon sehr enttäuscht" gibt sie unumwunden zu. Doch einen Trost hat sich Selina, die im übrigen bislang noch keinen Gesangsunterricht genommen hat, bereits zurecht gelegt: "Das alles hier ist eine Mordserfahrung, die kann mir keiner nehmen."

© Schwetzinger Zeitung - 17. Dezember 2005




Meldung vom 19. Dezember 2005:

Selina bei DSDS ausgeschieden
Köln/Ketsch. Der Traum vom Superstar ist für die Ketscherin Selina Mateo geplatzt. In der Top 20 Show von "Deutschland sucht den Superstar" erhielt die 16-Jährige für das Erreichen der nächsten Runde der Casting-Show nicht genug Zuschauerstimmen und schied mit zwei weiteren Kandidatinnen aus.

Die junge Ketscherin hatte mit dem Song "Beautiful" von Christina Aguilera nicht genug Fernsehzuschauer überzeugen können, per Telefon für sie zu stimmen. Auch die Jury hatte Selina mit ihrem Gesang nicht unbedingt beeindrucken können. Zum Teil sei ihr Auftritt sehr gut gewesen, doch an manchen Stellen "hat deine Stimme geschabt", kritisierte Dieter Bohlen. Diese spezielle Eigenart hatte wiederum Sylvia Kollek gefallen, dennoch sei Selinas Darbietung alles in allem "nicht ganz optimal" gewesen. "Ich weiß, dass du das besser kannst", meinte der dritte Juror Heinz Henn.

Dieser Ansicht war auch Selina, die aber gestern ihr Ausscheiden bereits verkraftet hatte. "Ich bin stolz darauf, so weit gekommen zu sein", sagte sie vor ihrer Abreise aus Köln. rad

© Schwetzinger Zeitung - 19. Dezember 2005


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