Im Spiegel der Presse


Die Schwetzinger Zeitung schrieb in ihrem Ketscher Teil am 30. März 2007.

Spaß an der Vielfalt sportlicher Bewegungsmöglichkeiten

Turngala in der Neurottschule: "Bundesjugendspiele" im Geräteturnen / Schüler engagierten sich in den Wettbewerben

Ketsch. Krebsgang, Elefantenfußball, das Mannequin oder der Klatsch-Kreisel - Nein, das sind keine neuen Fernsehfiguren, auch keine neuen Spielshows, sondern es handelt sich hierbei um einige der Bewegungsangebote beziehungsweise der Vorgaben, die bei der Turngala in der Neurotthalle zu erfüllen waren. Viele Eltern und Großeltern waren gekommen, um sich von den sportlichen Fähigkeiten ihrer Sprösslinge zu überzeugen.

Es sind sozusagen die "Bundesjugendspiele" in der Halle - an den Geräten. Und auf die Grundschüler wartete ein einfallsreiches und differenziertes Angebot. Natürlich gab es für die erbrachten Leistungen auch die entsprechenden Urkunden. Eine Ehrenurkunde, die höchstmögliche Auszeichnung also, sollte für Christoph in jedem Falle rausspringen. Der Viertklässler ist keiner der derzeit oft beschriebenen Heranwachsenden mit Defiziten in Sachen Koordination oder Kraft, das wurde alleine beim Beobachten seiner gelungenen Sprünge über den Bock deutlich.

Mit erstaunlicher Selbstverständlichkeit überflog er das Gerät, ging dabei in die Hocke, um schon kurze Zeit später problemlos auf beiden Beinen zum Stehen zu kommen. Bockspringen sei ähnlich einfach wie das Bodenturnen, das er ebenfalls absolviert hat, und selbst das Rad sei ihm dabei genauso wie der Handstand und die Rolle vorwärts gut gelungen, sagte der junge Sportler. Mit dem Rad hätte lediglich seine Schulkameradin Marlen noch weniger Probleme gehabt. Kein Wunder, wie die junge Dame mitteilte, turnt sie doch schon seit einiger Zeit begeistert bei der TSG.

Auch wenn nicht alle Grundschüler so geschickt waren wie diese beiden: Allen sollte das Turnen Spaß machen, allen sollte sich durch die verschiedenen Geräte mit ihren unterschiedlichen Anforderungen ein großes Feld an interessanten und gar überraschenden Bewegungsmöglichkeiten offenbaren. Bei den ersten beiden Klassen, informierte Sportlehrerin Helga Rinklef, ging es darum, sie durch einen Vielseitigkeitswettbewerb systematisch an die Grundsportart Geräteturnen heranzuführen. Als "Mannequin" sollte beispielsweise ein zusammengeknotetes Seil auf dem Kopf beim Überqueren einer Turnbank balanciert werden. Als "Faultier" konnte sich derjenige mit Stolz bezeichnen, dem es gelungen war, am Barrenholmen vor und zurück mit allen Vieren zu hangeln.

Noch diffiziler war der Dreikampf, der auf die Dritt- und Viertklässler wartete. Alle Grundtätigkeiten des Turnens waren gefragt. Stützen, hängen, balancieren, springen, sich drehen und auch überschlagen: Den Krebsgang vorwärts und rücklings auf einer Turnbank dürfte Christoph ebenso mit Bravour absolviert haben, wie den Klatsch-Kreisel. Dabei schien es auch für den neutralen Beobachter gar nicht so leicht, den Ball mit ausreichender Wucht auf den Boden zu prellen, unter dem hochprellenden Ball hindurch zu laufen und sich dabei sogar noch um die eigene Achse zu drehen, gleichzeitig zu klatschen und den Ball dann wieder aufzufangen. Das sollte einmal ausprobiert werden...

 

© Schwetzinger Zeitung - 26.03.2007 / Von unserem Mitarbeiter Kay Müller

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