Im Spiegel der Presse


Die Schwetzinger Zeitung schrieb in ihrem Ketscher Teil am 23. Juli 2007.

Große Gemeinschaft packt an

Zweites Treffen zur Umgestaltung des Schulhofs Neurottschule
Kinder testen neue Rutsche
Ketsch. Alle Achtung! Da sage noch einer, Pädagogen könnten nicht mitanpacken. Beim zweiten Treffen zur Umgestaltung des Schulhofs der Neurottschule am Samstag trug im wahrsten Sinne des Wortes Konrektor Joachim Rumoldt seinen Teil dazu bei, dass die über 100 Kilogramm schweren Baumstämme ihren angestammten Platz ganz oben auf dem Hügel fanden. Und an der Spitze des Teams: Bürgermeister Jürgen Kappenstein, der auch beim abschließenden Bauabschnitt unter den eifrigen Helfern war.

Ketschs Gemeindeoberhaupt war Teil der großen Gemeinschaft, die sich unter der Leitung von Landschaftsarchitekt Norbert Schäfer an die Verschönerung der etwa 350 Quadratmeter großen Grünfläche gleich neben dem Hof für die Grundschüler gemacht hatte. Das Engagement der Elternschaft war derart groß, dass das Helferteam aufgeteilt werden konnte. Das werde eine wunderbare Bereicherung für die Kinder, hatte sich die Rektorin Angelika Krieger schon vor zwei Wochen gefreut und freuen dürfen sich die Grundschüler ganz gewiss, wenn sie dieses naturnahe Bewegungsparadies nach den Sommerferien in Beschlag nehmen dürfen. Das Projekt, so war am Samstag zu hören, wird noch in gebührendem Rahmen eingeweiht.

Durch die Hilfe der Eltern konnten die Investitionen, die mit 40 000 Euro veranschlagt wurden, stark reduziert werden. Vor etwa einem dreiviertel Jahr war die Elternschaft mit der Anregung, für mehr Freifläche für die Grundschüler zu sorgen, an die Gemeinde herangetreten. Die Genehmigung durch den Gemeinderat und die praktische Umsetzung erfolgten schnell. Zudem wurde in Norbert Schäfer ein erfahrener Experte in Sachen Umgestaltung gefunden. Schäfer zeichnete bereits für die gelungenen Maßnahmen am Edison-Spielplatz und im Regenbogen-Kindergarten verantwortlich.

Das Zentrum der neuen Grünfläche wird der große Erdhügel bilden. Auf seinen "Gipfel" gelangen die Heranwachsenden über zwei Treppen oder das Kletterseil. Oben finden sie dann Schutz in der kleinen Festung durch besagte Baumstämme. "Allerdings soll das Ganze keine Trutzburg darstellen, der Bereich ist spielerisch und mit genügend Offenheit gestaltet", informierte Norbert Schäfer. Nach unten geht es am schnellsten über die große Rutsche. Sie befindet sich in Richtung Norden, damit hat die Sonne keine Angriffsfläche und ein Baum spendet zusätzlichen Schatten. Die Materialien, auch was den so genannten Findlingsaufgang durch große Sandsteine anbetrifft, passen hervorragend zusammen, da waren sich alle Beteiligten einig. An ein Atrium mit jeder Menge Sitzflächen wurde auch gedacht. Das bietet klasse Möglichkeiten für den Unterricht im Freien. Die Baumstämme, die vor zwei Wochen zersägt worden waren, wurden diesmal zum Bewegungspfad für die Grundschüler zusammengefügt und letztlich wurde das gesamte Areal noch ausreichend bepflanzt.

Umzäunt soll die Grünfläche nicht werden, aber sie wird auch keine öffentliche Freifläche sein. Der Nutzungsschwerpunkt soll eindeutig im Grundschul- und Kernzeitbereich, also vormittags liegen. Darauf werden Hinweisschilder noch einmal aufmerksam machen. kr

Eltern, Kinder und Lehrer beim Spielplatzbau


© Schwetzinger Zeitung - 23.07.2007

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