Im Spiegel der Presse


Die Schwetzinger Zeitung schrieb in ihrem Ketscher Teil am 17. September 2007.

"Herzlich willkommen - wir haben Euch erwartet" klingt es vielfach

122 Abc-Schützen freuen sich an der Grund- und der Neurottschule auf ihren ersten Schultag, der eine neue Ära einleiten wird


Ketsch. Ein neuer Lebensabschnitt begann am Samstagvormittag für 122 Abc-Schützen in der Enderlegemeinde. In der Grundschule ("Alte Schule") und in der Neurottschule fanden um 10 Uhr die Einschulungsfeiern für die Schulanfänger statt. Dabei wurden sie von festlich gekleideten Eltern und Verwandten begleitet. Nach den unbedingten Erinnerungsbildern war das katholische Pfarrheim im Nu proppevoll besetzt.

Die Klasse 4c der Grundschule hatte auf der Bühne aus großen Buchstaben ·Herzlich willkommen· zusammengesetzt, und sie sangen unter der Leitung von Tanja Arnold "Wir haben Euch erwartet". Rektor Manfred Hausen begrüßte die zahlreichen Gäste im Saal, ganz besonders die neuen Schülerinnen und Schüler. "Ihr sei jetzt keine Kindergartenkinder mehr, ihr seid jetzt Schüler," betonte der Schulleiter. "Woran ist das zu erkennen?" Prompt kam die Antwort: "Am Schulranzen und an der Schultüte." Einige hatten schon neugierig reingelinst und wussten, was alles drin ist: Süßigkeiten, Schulsachen und Geschenke, riefen sie dem Rektor zu. In der Schule wird Lesen, Schreiben, Rechnen, Singen, Sport, Religion und auch Englisch gelehrt, in formierte Manfred Hausen, und er kündigte ein Theaterstück der Klasse 3a in englischer Sprache an. Stefanie Höhn-Pföhler hatte "Brown Bear what do you see?" einstudiert. Zahlreiche Tiere, erkennbar an den Gesichtsmasken, stürmten auf die Bühne. Da war ein Frosch, Hund, Katze, Ente, Affe, Goldfisch und Bär zu sehen. Jedes Tier wurde gefragt: "What do you see?" Da antwortete der Hund: "I see a yellow Duck", die Ente: "I see a green Frog". Das letzte Tier antwortete: "I see children looking at me!"

Die 50 Schulanfänger der Grundschule verteilen sich auf zwei Klassen: Bernadette Rödel betreut mit der 1a die Käfergruppe als Klassenlehrerin, und für die Bärengruppe Klasse 1b ist Christa Kneifel Klassenlehrerin. Bevor die Kinder mit ihren Lehrerinnen zur ersten Unterrichtsstunde marschierten, sangen sie gemeinsam mit dem Schulleiter und Lehrerinnen das Lied vom Hut mit den drei Ecken. Danach verkürzte der Elternbeirat der Klassen 2a bis 2c den wartenden Angehörigen die Zeit mit erfrischenden Getränken.

In der Neurottschule wurden die Schulanfänger in der Aula mit viel Gesang begrüßt. Unter Leitung von Barbara Reuter sangen die Klassen 4b und 4c ·Heute kommt ihr in die Schule·, "Freunde sind wichtig", "Das eine Kind ist so, das andere ist so" und das Kinder-Mutmach-Lied. Rektorin Angelika Krieger sprach in ihrer Begrüßungsrede von einem richtigen Festtag. Die Kinder werden mindestens die nächsten vier Jahre in der Neurottschule verbringen und viel dazu lernen. Die Lehrerinnen haben sich intensiv vorbereitet, um den Anfang so leicht wie möglich zu machen. "Schließlich sollt ihr euch bei uns nicht nur heute, sondern jeden Tag wohlfühlen. Ihr sollt immer gerne zur Schule kommen, so neugierig bleiben wie am ersten Tag und die Lust am Lernen nicht verlieren." Die Schulanfänger würden bald merken, dass sie nur miteinander auskommen, wenn eine gewisse Ordnung eingehalten wird. Man muss stillsitzen, darf nicht dazwischen reden, man soll sich melden, wenn man etwas sagen will, man darf sich nur zu bestimmten Zeiten mit seinem Nachbarn unterhalten und, und, und. Die Schule weiß, dass ihr die Eltern ihr Liebstes anvertrauen. Wenn eine enge Abstimmung gelinge, sei der Erfolg vorprogrammiert. Cornelia Koch hatte mit der Klasse 4b ein Theaterstück "Irgendwie Anders" einstudiert.

So sehr er sich auch bemühte, wie die anderen zu sein, Irgendwie Anders war einfach irgendwie anders als die anderen. Das sollte sich an seinem ersten Schultag ändern. Im Klassenzimmer wird er von seinen Klassenkameraden ausgeschlossen, er darf nicht bei ihnen sitzen, nicht mit ihnen frühstücken und auch nicht mitspielen. Am Ende des ersten Schultages möchte er nie wieder in die Schule gehen. Ihm bietet sich jedoch ein Mitschüler mit dem Namen ·Etwas· seine Freundschaft an, der sich durch sein Aussehen ebenfalls von den anderen unterscheidet. Irgendwie Anders schickte ihn zunächst weg, dann wurden die beiden Außenseiter Freunde. Am nächsten Tag wurden beide in der Klasse freundlich aufgenommen.

Der neue Schüler spricht den Erstklässlern der Neurottschule Mut zu: "Ich wünsche euch, dass ihr niemals mit Bauchweh in die Schule kommt. Wir drücken euch die Daumen, dass ihr gute Freunde findet und selbst auch gute Freunde seid."

In der Neurottschule verteilen sich die 72 Schulanfänger auf drei Klassen: Jana Hatzenbühler (1a) im Kooperation mit der Comenius-Schule, Lieselotte Tschan (1b) und Christel Storch (1c) werden die Kinder als Klassenlehrerinnen unterrichten. Die Lehrerinnen geleiteten ihre Schützlinge zur ersten Unterrichtsstunde in die Klassenräume.

In der Zwischenzeit servierte das Förderverein-Team um Ellen Redecker Kaffee und erfrischende Getränke. "Ein geringer Jahresbeitrag ermöglicht dem Förderverein, Schüler und Schule zu unterstützen", warb Ellen Redecker für den Verein. gp

© Schwetzinger Zeitung - 17.09.2007

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