Im Spiegel der Presse


Die Schwetzinger Zeitung schrieb in ihrem Ketscher Teil am 24. Oktober 2007.

Spielplatz-Einweihung Vom "Klettergipfel des Berges" das Startsignal gegeben

Umgestalteter Schulhof der Neurottschule eingeweiht / In gemeinsamer Arbeit naturnahe Spielfläche für Grundschüler geschaffen


Von unserem Mitarbeiter Kay Müller


Ketsch. Wohl dem, der auf die Unterstützung so vieler fleißiger Hände setzen kann. Oder vielmehr: Glückwunsch an die Neurottschule, deren Elternschaft ein solch großes Engagement gezeigt hat. Eine über achtzigköpfige Gemeinschaft hatte sich - unter der Leitung von Landschaftsarchitekt Norbert Schäfer - im Juli an die Verschönerung einer etwa 350 Quadratmeter großen Fläche gleich neben dem Hof für die Grundschüler gemacht (wir berichteten).

Die Resonanz war derart groß gewesen, dass das Helferteam aufgeteilt werden musste. So wurden in zwei Wochen zwei Bauabschnitte durchgeführt. "Das wird eine wunderbare Bereicherung", hatte die Rektorin Angelika Krieger bereits während der Aktion gesagt.

Nun kann vermeldet werden, dass die kreative Grünfläche sehr gut von den Heranwachsenden angenommen wird und am Freitag wurde das Projekt in gebührendem Rahmen eingeweiht. Alle Grundschulklassen mit ihren Pädagoginnen und Pädagogen hatten sich rund um den riesigen Erdhügel versammelt und der Chor unter der Leitung von Barbara Reuter begrüßte "unseren neuen Spielplatz" auf musikalische Weise.

Alle Trostlosigkeit habe nun ein Ende, verkündeten Schulleiterin Krieger und Bürgermeister Kappenstein vom "Gipfel des Berges" aus und Ketschs Gemeindeoberhaupt konnte darauf hinweisen, dass die Umgestaltung noch gar nicht zu Ende ist, dass sogar noch weitere Klettermöglichkeiten folgen sollen. Und was ihn besonders freute, war die Tatsache, dass die Investitionen, die ursprünglich mit etwa 45 000 Euro veranschlagt worden waren, durch die Mithilfe der Eltern, Lehrer, Schüler und der Mitglieder des Rathauses, auf 26 000 Euro reduziert werden konnten.

Vor etwa einem dreiviertel Jahr war die Elternschaft unter der Federführung von Karin Blank-Hurst mit der Anregung, für mehr Freifläche für die Grundschüler zu sorgen, an die Gemeinde herangetreten. Die Genehmigung durch den Gemeinderat war schnell erfolgt und in Norbert Schäfer war ein erfahrener Experte für die praktische Umsetzung gefunden worden. Schäfer zeichnete bereits für die gelungenen Maßnahmen am Edison-Spielplatz und im Kindergarten "Regenbogen" verantwortlich.

Zentrum des neuen Geländes ist jetzt der große Erdhügel, der über mehrere Treppen und eine Rutsche verfügt. Und über ein Atrium mit jeder Menge Sitzflächen, das sehr gut für den Unterricht im Freien verwendet werden kann.

Unzählige Kubikmeter Erde waren abgetragen worden. Ein Unternehmer aus der Enderlegemeinde hatte seinen Bagger für die schwersten Utensilien zur Verfügung gestellt, die Baumstämme etwa, die zersägt wurden und Bestandteil des Bewegungspfads für die Heranwachsenden sind.

Auf das Zentrum des neuen naturnahen Bewegungsparadieses gelangen die Heranwachsenden über zwei Treppen oder das Kletterseil. Oben finden sie dann Schutz in der kleinen Festung durch besagte Baumstämme. "Allerdings soll das Ganze keine Trutzburg darstellen, der Bereich ist spielerisch und mit genügend Offenheit gestaltet", informiert Norbert Schäfer.

Nach unten geht es am schnellsten über die große Rutsche. Sie befindet sich in Richtung Norden, damit die Sonne keine Angriffsfläche hat und ein Baum spendet zusätzlichen Schatten. Die Materialien, auch was den so genannten Findlingsaufgang durch große Sandsteine anbetrifft, passen hervorragend zusammen, da waren sich alle Beteiligten einig.

Einig waren sich alle am Projekt Beteiligten nicht zuletzt in dem Punkt, dass man zusammen doch einiges bewegen kann. Umzäunt wird das Areal übrigens nicht, aber, betont Hauptamtsleiter Ulrich Knörzer, es wird auch keine öffentliche Freifläche sein. Der Nutzungsschwerpunkt liege ganz klar im Grundschul- und Kernzeitbereich, also vormittags. Darauf sollen Hinweisschilder noch einmal gezielt aufmerksam machen.


© Schwetzinger Zeitung - 24.10.2007

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