

Die Schwetzinger Zeitung schrieb in ihrem Ketscher Teil
am 29. Februar 2008.
Turngala an der Neurottschule: Sport macht Spaß - feuereiferrote Wangen bei den Teilnehmern
Auch "soziale" Muskeln gestärkt
Ketsch. Zusammengehörigkeitsgefühl, Verlässlichkeit, Hilfsbereitschaft und Teamfähigkeit - es ist erstaunlich, welche "imaginären" Muskeln im Körper eines Kindes und Jugendlichen gestärkt werden können. So stand die Turngala in der Neurottschule ganz im Zeichen des Sports, aber auch unter dem Stern der sozialen Kompetenz.
Unterstützt von zahlreichen Schülerinnen der Hauptschule konnten sich so die Kinder der Grundschule voll und ganz den sportlichen Herausforderungen stellen. Die Mädchen leisteten nicht nur Hilfestellungen an den Geräten, sondern sprachen auch Mut zu: "Du schaffst das schon!" Für Helga Rinklef, Fachlehrerin an der Neurottschule, ein besonders schöner Anblick, hatte sie doch eine lange Planungsphase für die Turngala hinter sich gebracht und gemeinsam mit den Fachlehrern für Sport an der Schule den Kindern genügend Vorbereitung geboten. Kegel, Matten und Schwebebalken hatten sie in der Turnhalle versammelt und auf diese Weise zahlreiche Stationen des Kräftemessens aufgestellt.
Für die Kleinsten hieß es da schon einmal mit Teppichresten ein Wettrutschen zu veranstalten oder sich an Seilen zu schwingen. Hüpfen, Purzelbaumschlagen oder ein Handstand - die Viertklässler hatten alle Hände voll zu tun, ihre Sportlehrerinnen und Sportlehrer von ihren turnerischen Fähigkeiten zu überzeugen. Nicht immer gelang dies auf Anhieb, doch unter begeistertem Beifall der Klassenkameraden konnte so manches halbrunde Purzelbaumei doch noch ein kreisförmiges Turnelement werden. "Prima gemacht", lobten die Großen die Kleinen und so stand mancher frisch angefachte Eifer im Raum, doch noch eine gute Punktezahl zu erreichen. Schließlich mündeten für die Viertklässler die Turnübungen in einer Urkunde im Rahmen der Bundesjugendspiele. Ein Wettkampf also, dem sich die putzmunteren Viertklässler verschrieben hatten. Mit vollem Elan, versteht sich. So wärmten sie sich nicht nur mit Feuereifer auf, sondern waren kaum zu bändigen, bevor sie auf Schwebebalken und Co. durften.
Voller Stolz blickten auch viele Eltern, Großeltern und große Geschwister auf das Treiben. Sie beobachteten und feuerten von der Tribüne der Neurotthalle aus an, während auf dem Hallenboden balanciert, gesprungen und gehangelt wurde - elementare Bestandteile beim Turnen. Rund 250 Kinder zogen so ihre Bahnen durch die Reifen, zogen sich an den Stufenbarren entlang, erlebten das Reck als grandioses Element zu schwingen und zu rotieren und durften an den Böcken auch mal ausruhen, um allen Mut für einen zweiten Anlauf zusammen zu nehmen. Applaus erhielten sie für so viel Bewegungsdrang allemal, denn nicht alle Abläufe sind heute noch in einem Kinderalltag üblich, wie Helga Rinklef betonte. ak
© Schwetzinger Zeitung - 29.02.2008
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