Im Spiegel der Presse

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Die Schwetzinger Zeitung schrieb in ihrem Ketscher Teil am 15. September 2008.

Grundschule und Neurottschule: Ermunternde Willkommensfeiern für 96 ABC-Schützen

Mit "Lisa Lustig" an den "Ernst des Lebens" gegangen

Von unserem Mitarbeiter Gerd Pecht

KETSCH. Für 96 Schulanfänger in der Enderlegemeinde begann am Samstagvormittag ein neuer Lebensabschnitt. In der Grundschule und der Neurottschule fanden die Einschulungsfeiern statt. Viele Familienangehörige begleiteten die Kleinen und bewiesen damit, wie wichtig ihnen die Bildung ihrer Sprösslinge ist.

Grundschule

Die Grundschule feierte im Pfarrheim Sankt Sebastian, das bis auf den letzten Stehplatz besetzt war. Der Schulchor sang fröhlich winkend sein Begrüßungslied, bevor sich Rektor Manfred Hausen den Erstklässlern zuwandte. "Ihr seid jetzt nicht mehr Kindergartenkinder, sondern Schulkinder", betonte er und fragte, woran man wohl Schulkinder erkenne. "An der Schultüte", lautete die Antwort. Die Schulanfänger wussten auch, dass sie hier lesen, schreiben und rechnen lernen werden. Als weitere Beispiele nannte der Schulleiter Englisch, Religion, Basteln, Sport und Musik. Auch Theater spielen gehöre dazu, und die Klasse 3a gab unter Leitung ihrer Lehrerin, Claudia Fischer, mit "Lisa Lustig" eine Probe ihres Könnens. Am Anfang erzählten sie den neuen Schülern, was ihnen in der Schule gefällt: "Am liebsten mögen wir die große Pause." Da gehen sie auf den Schulhof mit den vielen Spielgeräten. Dann kam Schülerin Lisa Lustig angetrödelt, wieder einmal zu spät. Sie packte ihre Schultasche aus. Schwimmflügel, CD-Player und Skateboard gehörten zum Inhalt. Die Schulfreunde wiesen auf Nutzen und Gefahren hin. Für die Pause hatte Lisa Lustig gesundes Essen dabei, wie Brot, Karotten und Gurken. Der mitgebrachte Computer sei unnütz, weil in der Schule genügend Rechner zur Verfügung stehen.

Dann wurden die 59 Kinder in zwei Klassen aufgeteilt: Andrea Siegel-Back ist Klassenlehrerin der "Bären" (1a), und die Klasse "Janosch" (1b) übernimmt Marie Meister. Die Lehrerinnen geleiteten ihre neuen Schützlinge in die Klassenzimmer zur ersten Unterrichtsstunde. In der Zwischenzeit servierten Elterbeiratsvorsitzende Claudia Aichele und ihre Mitstreiterinnen den wartenden Erwachsenen Sekt und Orangensaft. Mit Schulranzen und Schultüte kamen die Schulanfänger fröhlich schwatzend aus den Klassenräumen zurück, sie hatten viel über den ersten Schultag zu erzählen.

Neurottschule

In der Aula der Neurottschule begrüßte der Schulchor unter Leitung von Barbara Reuter die Schulanfänger mit "Hurra ich bin ein Schulkind" und "Alle Kinder lernen lesen". Rektorin Angelika Krieger erinnerte sich in ihrer Rede an einen Erstklässler, der nach seinem ersten Schultag sagte: "Gar nicht schlecht, aber wir sind nicht fertig geworden. Morgen gehe ich wieder hin!" Falls die Schulanfänger zum gleichen Ergebnis kämen, sei der Start ins Schulleben gelungen. Die Schule sei ab sofort einige Jahre lang neben dem Zuhause der zweite Lebensmittelpunkt. Schüler hätten hier die einmalige Chance, ungeheuer viel über das Leben und die Welt zu erfahren. Sie würden sehr viel Neues kennen lernen, das sie begeistern wird. Selbstverständlich sei, dass die Kinder in wenigen Monaten beachtlich lesen, schreiben und rechnen können. Neben dem mitgegebenen Wissen gehe es den Lehrern auch darum, die Schüler als kleine Persönlichkeiten in der Gemeinschaft zu stärken und weiter zu entwickeln. Alle hätten bereits im Kindergarten mitbekommen, was es heißt, in einer großen Gruppe gemeinsam ein Ziel anzustreben. In der Schule verhalte sich das noch ein wenig anders: Wenn in der Klasse nicht auf Ordnung, Pünktlichkeit und Disziplin geachtet wird, bedeute das für alle, Schüler und Lehrer, einen Misserfolg in deren schulischen Fortschritt. Manchmal müsse man Dinge tun, die einem nicht besonders viel Spaß machen. Die Schulleiterin ermutigte die Eltern, ihr Kind in positiver Weise zu unterstützen, zu begleiten und es zu ermuntern, wenn Stolpersteine oder Hürden im Weg stehen. "Betrachten Sie sich als Bestandteil der schulischen Gemeinschaft. Es ist uns daran gelegen, dass Sie sich in den Gremien oder in unserem Förderverein einbringen. Wir rechnen mit ihrer regelmäßigen und aktiven Teilnahme an den Elternabenden. Wir sind an Ihrem Engagement interessiert und bitten Sie, die gemeinsame Verantwortung in vertrauensvollem Miteinander wahrzunehmen, das sind wir unseren Kindern schuldig", appellierte Angelika Krieger.

Die Lehrer Reiner Wittenauer und Heide Pammler hatten mit der Klasse 4 ein Theaterstück einstudiert. Dabei wetteiferten Utensilien im Schulranzen, jedes Teil wollte am wichtigsten sein. In der Neurottschule verteilen sich die 37 Schulanfänger auf zwei Klassen: Petra Trotter ist Klassenlehrerin der "Frösche" (1a), und Lucie Stapf ist für die "Pinguine" (1b) Klassenlehrerin.

© Schwetzinger Zeitung - 15.09.2008


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