

Die Schwetzinger Zeitung schrieb in ihrem Ketscher Teil
am 2. Januar 2009.
Gemeindebücherei: Kinder bastelten eifrig mit Schere und Pappe /
Motive passend zur Jahreszeit ausgewählt
Eisbärenfamilie tanzt als Mobile an den Fenstern
Ketsch. Die vier Mädchen stecken ihre Köpfe zusammen, lachen, tuscheln und tauschen verstohlene Blicke aus. "Kennst du meine Freundin Jana? Die geht auch in die Neurottschule!", prustet Madeleine heraus und erntet ein Kichern von Samira, Kiara und Selina. Wieder ein verstohlener Blick und dann widmen sich die Mädchen anderen weltlichen Themen. Diese wechseln, drehen sich jedoch stets um neue Aspekte des Lebens von Grundschülerinnen und finden doch schwupps auch wieder zurück zu den Arbeiten in ihren Händen.
Mit den Scheren bearbeiten sie einen großen Stapel weißer Pappe, schneiden aus bunten Farbbögen lustige Halstücher aus und fertigen kleine Puschelohren. Eine Eisbärenfamilie soll es heute werden! Die Bastelstunde mit Silvia Harrer in der Gemeindebücherei ist auch zu Beginn des neuen Jahres ein beliebter Treffpunkt für "Jung und Alt", sprich Kindergarten- und Grundschulkinder.
Mit im Gepäck hat die "Basteltante" von Ketsch muntere Eisbären. Bastelten die Kleinsten noch mit Feuereifer einen großen Pappeisbären für das Fenster, darf es für die "Großen" bereits eine ganze Familie sein, die hier entsteht. Friedlich im Kreise sich drehend, dürfen sie im fertigen Stadium bewundert werden, denn Silvia Harrer hat bereits vorgearbeitet. Ein Mobile ist so entstanden und gibt den Kindern vor, was in den 90 Minuten vergnüglicher Bastelarbeit entstehen soll. Für Selina kein Problem, denn mit der neuen Linkshänderschere kann sie in Windeseile das Papier zuschneiden. Silvia Harrer kennt die Anforderungen ihrer kleinen Bastelfans und so hat sie pünktlich zum neuen Jahr für weitere Ausstattungsstücke gesorgt.
"Das neue Jahr bringt wieder viele fantasievolle Ideen, es wird spannend", verspricht sie und weiß genau, dass die Mädchen und Jungen sich über so manches schöne Stück für das Kinderzimmer freuen.
"Meine Hand hat schon fast einen Krampf", seufzt Eileen und wundert sich zugleich, dass Robin "ruckizucki", wie er es ausdrückt, seine Vorlagen zurechtgeschnitten hat. Er hat bereits die Klebstoffflasche fest im Griff und sorgt für Halt zwischen den Einzelteilen, die sich so zu einem wunderprächtigen Eisbären zusammenfügen lassen. "Oh, ist der aber süß", lautet das einstimmige Urteil von Samira, Kiara, Selina und Madeleine. Wie gut, dass auch ihre Bärenfamilie wächst und gedeiht! ak
© Schwetzinger Zeitung - 22.01.2009
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