

Die Schwetzinger Zeitung schrieb in ihrem Ketscher Teil
am 18. März 2009.
Im Gemeinderat beschlossen: Schulbezirksgrenze muss für das nächste Schuljahr wieder geändert werden
Flexibles Reagieren auf Schülerzahlen
Ketsch. Die Enderlegemeinde und ihre zwei "Hälften": In Sachen Schulbezirksgrenze müssen die Weichen jedes Schuljahr neu gestellt werden, um auf die Schülerzahlen beider Schulen reagieren zu können und die Eingangsklassen bedarfsorientiert und ausgeglichen zu bilden. Für das Schuljahr 2009/2010 bedeutet das: Die mittlere "Trenn-Achse" verschiebt sich nach Westen - von der bisherigen Hardtwaldstraße in die Kolpingstraße.
Einstimmig beschloss der Gemeinderat in seiner Sitzung am Montagabend, dass die Schulbezirksgrenze ab dem Schuljahr 2009/2010, ausgehend von der Brühler Straße, entlang der I. Rheinstraße, Bahnhofsanlage, Gutenbergstraße und Kolpingstraße verläuft. Die Trennstraßen zählen zum Schulbezirk 2 (Neurottschule).
"Grundlage hierfür ist ein einvernehmlich erarbeiteter Vorschlag der beiden örtlichen Schulleiter, unter der Berücksichtigung der derzeit gültigen schulorganisatorischen Vorgaben und einem Klassenteiler von 31", erläuterte Bürgermeister Jürgen Kappenstein. Mit diesem Verlauf der Schulbezirksgrenze wird es im Schulbezirk 1 (Alte Schule) im Herbst 61 Schulanfänger in zwei Klassen und in der Neurottschule 63 Schulanfänger in voraussichtlich drei Eingangsklassen geben. Im Hinblick auf den Beschluss der Landesregierung, bis 2011 eine schrittweise Absenkung der Klassengrößen auf maximal 28 Schüler vorzunehmen, wäre es denkbar, auch in der Alten Schule im Herbst drei statt zwei Klassen bilden zu können.
"Eine kleine Änderung, die pädagogisch überaus sinnvoll ist", kommentierte Helena Moser (CDU) bezüglich der festgelegten neuen Schulbezirksgrenze und erinnerte daran, bei der Zuteilung Rücksicht auf Geschwisterkinder zu nehmen.
Auch Birgit Rapp (SPD) begrüßte es, dass jedes Jahr eine ausgeglichene Verteilung auf beide Schulen gelingt. Rudi Kurbiuhn (FWV) betonte, dass ein flexibles Reagieren vonnöten sei und die Schulbezirksgrenze daher - unter Berücksichtigung des Raumangebotes und der Schülerzahlen - jährlich überprüft und angepasst werden müsse.
Detlev Lorentz (FDP/KL) regte an, dass die Gemeinde die Änderung der Schulbezirksgrenze künftig selbst regeln sollte, da es seitens des Gemeinderates keine Gegenargumente gebe. Kappenstein bedankte sich für das Vertrauen, hob aber hervor, dass die Einteilung der Schulbezirke, laut baden-württembergischem Schulgesetz, Aufgabe des Schulträgers sei und dass in diesem Fall der Gemeinderat seine Zustimmung geben müsse. sas
© Schwetzinger Zeitung - 18.03.2009
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