Im Spiegel der Presse

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Die Schwetzinger Zeitung schrieb in ihrem Ketscher Teil am 21. März 2009.

Ausbildungsboese

Ausbildungsbörse: An der Schimper-Realschule informierten sich Schulabgänger bei über 35 Unternehmen über Lehrstellen

Schüler knüpfen erste Kontakte

Von unserer Mitarbeiterin Eva Distelrath

"Es geht los!" Motiviert läutete Schwetzingens Oberbürgermeister Dr. René Pöltl gestern Vormittag die Ausbildungsbörse "Viel Raum für deinen Traum" ein. Den gesamten Vormittag über hatten Schülerinnen und Schüler aus Schulen der Region die Möglichkeit, sich über berufliche Möglichkeiten und Zukunftschancen zu informieren. Staffelweise kamen die Schüler in die Karl-Friedrich-Schimper-Realschule. Der Tag war in verschiedene Phasen unterteilt worden, in denen jeweils mehrere Klassen die Ausbildungsbörse erkunden konnten. Von Gymnasium bis Förderschule waren alle Schularten vertreten. Eleonore Frölich, Direktorin der Comeniusschule, war es wichtig, dass ihre Schüler an der Ausbildungsbörse teilnehmen. "Ich möchte, dass die Betriebe nicht ignorieren, dass es Behinderte gibt." Wenn einige Schüler Praktikumsangebote erhalten würden, wäre das schon ein Erfolg.

"Zukunft gestalten"

Auch die Bürgermeister der umliegenden Gemeinden Brühl, Ketsch, Oftersheim und Plankstadt waren zur Eröffnung der Ausbildungsbörse erschienen und setzten damit ein Zeichen. Gerade in wirtschaftlichen Krisensituationen darf man die Jugendlichen nicht vergessen. "Zukunft gestalten!" - so beschrieb OB Pöltl die Aufgabe von Schule und Gemeinden. Sein Dank galt dabei vor allem der geschäftsführenden Schulleiterin Elfriede Lechner und Gerd Becker von der Schimper Realschule, deren großes Engagement die erfolgreiche Umsetzung des Projekts ermöglicht habe. Der kommissarische Schulleiter Dieter Burkard dankte den zahlreichen Ausstellern und der Stadt für die Mitarbeit.

Berufschancen erkennen

"Sagen Sie einfach, Sie lernen von den Besten." Mit diesem Slogan präsentierte sich ein großer Discounter den Schulabgängern als Ausbilderbetrieb. Klare Botschaft an diesem Tag war: Nicht die Schüler werden hier geprüft, sondern die Unternehmen stellen sich der Prüfung durch die Schüler. Die Investition in die Jugend ist auch für sie ein lohnendes Geschäft.

Das Interesse der Schulabgänger war geweckt. In kleinen Gruppen gingen sie von Stand zu Stand, unterhielten sich mit den Ausstellern und erkundigten sich nach Ausbildungsmöglichkeiten. Welche Besonderheiten hat der Betrieb? Welcher Abschluss wird für die jeweilige Ausbildung verlangt? Anhand eines Fragebogens konnten die Schüler dann ihre neu gewonnenen Erkenntnisse festhalten. Beim beruflichen Interessencheck konnten die Schüler herausfinden, welcher Job am besten zu ihnen passen würde. An einigen Ständen gab es auch Bewerbertrainings. Zudem boten zahlreiche Stände interessante Vorträge zum Thema "Berufswahl" an.

Motivation der Organisatoren und Aussteller war es, den Schulabgängern eine möglichst große Bandbreite an beruflichen Möglichkeiten aufzuzeigen und ihnen Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu eröffnen. Auf zwei Etagen waren die Stände der über 35 Firmen und Institutionen verteilt. Das Angebot war dementsprechend breit gefächert: Banken, Handwerksbetriebe und Krankenkassen, vom regionalen Unternehmen bis zum Global Player war alles vertreten. Die Präsentationen der Unternehmen variierten: Technische Spielereien und kreative Werbesprüche sollten die Schüler ansprechen. Dies und eine gelungene Organisation machten die erste Schwetzinger Ausbildungsbörse zu einem vollen Erfolg.

Umfrage: Wie fanden Schüler die Ausbildungsbörse?

Angebotsvielfalt kommt an

"Viel Raum für deinen Traum": Die Schwetzinger Ausbildungsbörse in der Karl-Friedrich-Schimper-Realschule soll Schulabgängern einen Überblick über berufliche Möglichkeiten geben. Wie wird dieses Angebot von den Schülern aufgenommen? Wir haben uns auf dem Ausstellungsgelände der Realschule umgehört.

Patrick Kersch (Comeniusschule Schwetzingen, 15 Jahre): Ich will mir einfach alle Angebote mal ansehen, schauen, was es so gibt. Ein Praktikum in der Küche einer Mensa habe ich bereits gemacht, das war auch echt interessant. Gerne würde ich so was auch später mal machen. Jennifer Polder (Marion-Dönhoff-Realschule Brühl, 15): Mein Plan ist, einfach generell alles hier mal anzuschauen. Ich bin da für alles offen. Am liebsten würde ich nach der Schule allerdings was mit Kindern machen, Erzieherin oder so. Auf diese Börse wurde ich in der Schule aufmerksam gemacht, aber mir sind auch die Flyer aufgefallen, die an vielen Orten auslagen. Wahrscheinlich wäre ich auch unabhängig von meiner Klasse hierher gekommen.

Nicolay Frank (15) und Daniel Lehr (15, beide Schimper-Realschule Schwetzingen): Wir sind noch unentschlossen, haben keinen genauen Plan, wie es nach der Schule weitergehen soll. Aber was Handwerkliches wäre gut. Frank: Ich habe bereits ein Praktikum in einem Chemiebetrieb absolviert. So was könnte ich mir als späteren Beruf vorstellen. Lehr: Ein Praktikum habe ich auch schon gemacht, bei einem Zimmermann.

ChristophAlla Karnauch (Humboldt-Realschule Plankstadt, 17): Ich habe noch ein Jahr Werkrealschule vor mir, mal sehen, was danach kommt. Am liebsten würde ich als Maklerin arbeiten. Vielleicht finde ich hier aber noch andere interessante Möglichkeiten.

Rahel Weber (Schimper-Realschule, 17): Nach der Schule will ich zuerst ein Freiwilliges Soziales Jahr machen, danach steht dann eine Ausbildung an. Allerdings weiß ich noch nicht genau, was ich machen will. Also werde ich mir hier alle Stände mal anschauen. An so einem Bewerbertraining werde ich vielleicht auch teilnehmen.

 

© Schwetzinger Zeitung - 21.03.2009


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