

Die Schwetzinger Zeitung schrieb in ihrem Ketscher Teil
am 03. April 2009.
Förderverein der Neurottschule: Fröhliche Schnäppchenjagd beim Kinderkleider-Flohmarkt
KETSCH. Immer wenn es um die Organisation von Flohmärkten für fast neue Kinderartikel geht, steht meistens auch Michaela Böhrer-Grießer an vorderster Front. Seit 19 Jahren sammelt der Förderverein der Neurottschule Geld für Projekte ein, wo die üblichen amtlichen Haushaltsmittel nicht mehr ausreichen. Dazu gehören neben Mitgliedsbeiträgen und Spenden auch der Kaffee- und Kuchenverkauf bei allen möglichen Schulveranstaltungen. Unterstützt werden beispielsweise Ausflüge, Theaterbesuche oder notwendige Geräte für den Unterricht.
Freudestrahlend erzählte die Vorsitzende von einem aktuellen Fall, bei dem der Förderverein der Neurottschule einem bedürftigen Schüler durch einen Zuschuss die Klassenfahrt nach London ermöglichen konnte. Darüber freute sich auch Rektorin Angelika Krieger.
Bei dem Flohmarkt wurde Michaela Böhrer-Grießer von ihrem Stellvertreter Ralf Schmitt und zahlreichen Mitgliedern unterstützt. Da wurden die Gäste in der Cafeteria mit heißen und kalten Getränken, Kuchen, Torten oder heißen Würstchen bewirtet. Wenn auch das unfreundliche Frühlingswetter die Veranstaltung im Freien nicht zuließ, hatten unzählige Anbieter ihre Schätzchen im Erdgeschoss der Schule ausgebreitet.
Stapelweise Unterwäsche, Pullis, Tops, Shorts, Jeans, sowie Bikinis und Badeanzüge in allen möglichen Farben schürten Hoffnung auf wohlige Sonnentage. Ebenfalls gut bestückt waren auch die Ständer mit duftigen Kleidchen für zu Hause und die Urlaubssaison. Fahrräder einschließlich Schutzhelme, Bobby-Cars, Töpfchen für Kleinkinder, Autositze, Baby- und Kinderstühle gehörten ebenfalls zum Angebot. Iris Huber war aus Friedrichsfeld angereist, als Mutter von drei Kindern muss sie pro Jahr mindestens zweimal deren Bekleidung austauschen. "Die Sachen sind zum Wegwerfen viel zu schade". Das Geld aus dem Verkauf erleichtert ein wenig die Haushaltskasse. Als engagierter Papa präsentierte Matthias Schäfer alle möglichen Textilien für die Kleinen: "Ab Größe 80 habe ich alles da", pries er sein Sortiment an.
Familie McDonell aus Brühl hatte neben Kinderbekleidung auch ein Keyboard für Anfänger mitgebracht, und die angebotenen Skischuhe und das Fahrrad waren für den Sohn ebenfalls schon zu klein geworden.
Als Neuling auf dem Feld der Verkäufer bekannte sich der neunjährige Niko Rößler. Er hatte ein hölzernes Schaukelpferd, Puzzles und Bücher mitgebracht, die er nicht mehr braucht.
Vivien Schmitt (13 Jahre) hatte Barbie-Puppen, Plüschtiere und Inline-Skater ausgelegt. Amelie und Ina von der Mannheimer Walldorfschule wollten mit dem Verkauf von Reitstiefeln, Pullis, Hosen und Puzzles ihren Etat für Markenklamotten aufbessern. gp
© Schwetzinger Zeitung - 03.04.2009
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