

Die Schwetzinger Zeitung schrieb in ihrem Ketscher Teil am 22. März 2010.

Neurottschule: "Tag der offenen Tür" gewährte einen Blick hinter die Schulkulissen
Von unserem Mitarbeiter Volker Widdrat
Ketsch. Die Neurottschule ist eine moderne Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule. Im 1968 errichteten Schulgebäude gibt es großzügige Klassenzimmer und zahlreiche Räume für den Unterricht in den naturwissenschaftlichen Fächern, darüber hinaus Technik- und Werkräume, einen Computerraum, eine Schulküche und einen Musiksaal.
In dem mit moderner Technik ausgestatteten Schulhaus wurden in den letzten Jahren vor allem der PC-Raum und der Musiksaal neu gestaltet. Am 24./25. März sind die Anmeldungstage; in der Vorwoche gab es nun erstmals einen "Tag der offenen Tür", an dem Eltern und Kinder schon mal einen Blick hinter die Kulissen dieser Einrichtung mit derzeit elf Grundschul- und neun Hauptschulklassen sowie einer Werkrealschulkasse werfen konnten.
Dass Schule einem enormen Wandel unterliegt, wurde gleich nach der Begrüßung durch Schulleiterin Angelika Krieger und Konrektor Joachim Rumold deutlich: Alle Lehrkräfte stellten sich im Einzelnen persönlich vor und gaben anschließend jede Menge Informationen.
Was Schüler alles so machen, wo sie viele Stunden ihres Tages verbringen, das zeigte zunächst die Einführung mit einem Film. Schule hat sich gewandelt, denn Experimente, Projekte und Präsentationen gehören zu den Fertigkeiten, die Schüler heute beherrschen müssen. Wie alles aussieht und funktioniert, das war dann größtenteils bei einem Rundgang zu erleben.
"Lebende Wegweiser", zu erkennen an ihren roten T-Shirts mit dem großen "N" der Neurottschule, führten die Gäste durch das Gebäude und zu den verschiedensten Stationen. Der Tag der offenen Tür war jedoch nicht nur auf die Schulhausbesichtigung beschränkt, Schüler und Lehrer zeigten auch an praktischen Beispielen, wie sich der Unterricht heute gestalten lässt.
Im WAG-Raum ("Wirtschaft-Arbeit-Gesundheit"), in dem die Fächer Wirtschaftslehre, Technisches Werken und Hauswirtschaft unterrichtet werden, stand die Nähmaschine im Mittelpunkt: Unter Anleitung von Lehrerin Helga Rinklef zeigten die Jungen und Mädchen, wie sie den "Nähmaschinen-Führerschein" erlangen können.
Die Lehrkräfte Gudrun Ledulé und Kai Böhm hatten im MNT-Raum ("Materie-Natur-Technik") die Aufsicht, wo es um spannende Experimente und viele Exponate aus der Biologie ging. Fräsen und Formen war im Technikraum angesagt, in der Werkstatt ist die modernste Technik vorhanden, ebenso wie im PC-Raum, in dem intern und via Internet vernetzte Laptops, Farblaser-Drucker und Scanner zur Verfügung stehen. Künstlerisch-kreativ ging es im Kunstraum zu, wo Lehrerin Martina Rittershofer, die auch zum Mediationsteam der Schule gehört, und die pädagogische Assistentin Brigitte Kieser zum künstlerischen Gestalten eingeladen hatten.
Dass Musik einen hohen Stellenwert an der Schule hat, wurde im Musikraum deutlich: Keyboards, Gitarren, elektronisches Schlagzeug und andere Instrumente können hier ausprobiert und erlernt werden - und das auf einer richtigen Bühne! Musiklehrerin Nancy Humbert-Klein und die musizierenden Kids führten den Gästen auch die Tontechnik für den perfekten Sound vor.
Die vielseitigen Möglichkeiten für den Sportunterricht wurden in der Neurotthalle und der Sporthalle präsentiert. Und wer nach einem ausgiebigen Rundgang Hunger und Durst verspürte, für den war auch etwas im Angebot. Die Lehrerinnen Judith Vazquez und Mareike Hajok und ihre backbegeisterten Schüler sorgten dafür, dass in der Schulküche der Nachschub an leckerer Pizza nie ausblieb.
Im Untergeschoss lockte noch ein besonderer Raum, in dem an diesem Tag die Buttons mit dem "N" hergestellt wurden: Im Bistro treffen sich sonst die Schüler fernab aller Vokabeln und Formeln zum Chillout - Freunde sehen, Tischfußball spielen oder einfach quatschen und ausruhen kann man an der Neurottschule nämlich auch ganz gut.
© Schwetzinger Zeitung - 22.03.2010
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