

Die Schwetzinger Zeitung schrieb in ihrem Ketscher Teil am 3. April 2010.

Mit Eifer bei der Sache waren die Grundschulkinder bei ihrer Turnveranstaltung in der Neurotthalle. Bild: Lenhardt
Neurottschule: Turngala für 230 Grundschüler / Altersgerechte Wettbewerbe im Geräteturnen
Von unserem Mitarbeiter Gerd Pecht
Ketsch. Spiel und Sport ist für Kinder lebensnotwendig. Spielerisch entwickeln sie ihre geistigen, körperlichen und sozialen Fähigkeiten, Ausdauer und Kraft, Kommunikations- und Konfliktfähigkeit. Die Bundesjugendspiele im Geräteturnen für Grundschüler der Neurottschule boten viele neue, interessante Bewegungsmöglichkeiten, wie sie im Alltag kaum mehr erforderlich sind.
Sportlehrerin Helga Rinklef hatte mit Kolleginnen für 230 Schülerinnen und Schüler in der Neurotthalle ein dreistündiges Programm vorbereitet, und Familienangehörige beobachteten von der Tribüne aus stolz das muntere Treiben ihrer lieben Kleinen. Die Verantwortliche hatte den Schwierigkeitsgrad der Disziplinen von Klasse eins bis vier unterschiedlich gestaltet. Zur Vorbereitung stand Warmlaufen auf dem Programm - tief durchatmen und dann ging es los.
Bei den Jüngsten stand Koordination und Geschicklichkeit im Vordergrund. Die Lehrkräfte führten mit Helferinnen der neunten Klassen spielerisch an die Grundsportart Geräteturnen heran. Im Wettbewerb sollten sechs Aufgaben bewältigt werden: Hängen, Schwingen, Klettern und Schaukeln, weiterhin Stützen und Schieben, Balancieren, Drehen, Rollen, Springen und Partneraufgaben. Sie hangelten vorwärts und rückwärts an den Holmen des Barrens, krabbelten auf allen Vieren über die Holme, ein paar Schwünge am Reck, dann Balance halten auf dem Balken. Viel Spaß machte das Trampolin, auf dem waghalsige Sprünge ausprobiert wurden. Für die dritten Klassen stand ein Vielseitigkeitswettbewerb auf dem Programm, wobei Schülerinnen und Schüler je nach Leistungsvermögen zwischen Wettbewerb und Wettkampf wählen durften. Da sahen die Zuschauer gelungene Schwünge am Barren mit ordentlichen Abgängen, Rolle vorwärts und Handstand auf den Matten, Ballübungen und auf dem Balken Balancieren, mutig Fuß vor Fuß gesetzt, zwei Hüpfer zwischendurch. Mädchen und Jungen der vierten Klasse durften für den Dreikampf unter Barren, Reck, Balanciergerät, Trampolin, Bodenturnen oder Sprung über den Bock wählen.
"Bei den Miteinander-Übungen stehen gegenseitiges Beobachten, Einschätzen sowie Entwicklung von Paar- und Gruppenübungen als Förderung sozialer Kompetenz im Vordergrund," erzählte Sportlehrerin Rinklef. Im pädagogischen Ansatz durften die Schüler bei diesen Bundesjugendspielen Geräteturnen durch Auswahl der sportlichen Disziplinen ihr Können vorzeigen, Defizite blieben weitgehend verborgen.
© Schwetzinger Zeitung - 3.April 2010
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