

Die Schwetzinger Zeitung schrieb in ihrem Ketscher Teil am 14. Mai 2010.
VdK-Ortsverband: Muttertagsfeier mit heiteren Darbietungen im Haus der Begegnung / Viel Applaus für die Theater-AG
Ketsch."Der Winter ist vorüber", klang es von der Bühne im Haus der Begegnung. Der Chor der Neurottschule unter Leitung von Barbara Reuter bereicherte mit Liedern und Gedichten die Muttertagsfeier des VdK. Mit von der Partie war auch die vereinseigene Theater-AG mit lustigen Vorträgen, die kein Auge trocken ließen. Vorsitzender Willi Dörr hieß als Ehrengäste Bürgermeister-Stellvertreterin Helena Moser, Claudia Kappenstein und Ehrenmitglied Else Kemptner willkommen und gab für den Schulchor die Bühne frei.
Ebru nannte in ihrem Gedicht den Frühling als schönste Jahreszeit. Alles grünt und blüht, der Kuckuck ruft, Nachtigallen schlagen, was mag es wohl Schöneres geben, fragte sie das Publikum. Nach dem Kanon "Es tönen die Lieder" lobten Lea und Victoria im Wechsel ihre lieben Mütter, die stets für sie da sind. Beim nächsten Kanon vom "kleinen grauen Eselchen" schien das geduldige Tier über die Bühne zu trotten, und die quakenden Frösche feierten am See ihr Frühlingsfest.
Celine und Nina begeisterten mit dem Gedicht "Läuten kaum die Maienglocken" von Joseph von Eichendorff. "Meine Mutter habe ich sehr lieb, denn ich kenne sie bereits seit meiner Babyzeit", klang aus dem nächsten Liedvortrag heraus und "was wäre denn Papa ohne meine Mama?" Der Schulchor hatte noch eine auswärtige Verpflichtung, und das Publikum verabschiedete die jungen Sängerinnen und Sänger mit viel Applaus.
Nachdem die Kaffeetafel abgeräumt war, moderierte Irmgard Burkhard das Programm. Eine Hausfrau (Elvira Werner) erzählte von der chaotischen Frühjahrs-Renovierung ihrer Wohnung. Die alten Tapeten war sie leid, und los ging es mit der Wandbekleisterung, Tapeten draufgeklatscht und unten abgeschnitten. Das ging nicht gut, die Tapeten wurden angenagelt. Abenteuerlich auch das Streichen der Fenster von innen und außen, wo sie letztendlich im Blumenbeet landete und ihr Gatte fragte, ob sie an der Tür geschellt hatte.
Der folgende Sketch spielte in einem Gasthaus, und das Trio Karin Hacker und Gerda Schuhmacher als Gäste sowie Kellner Elvira Werner legten noch eine humoristische Schippe drauf. Nach einem Besuch im WC schwirrten die "Mucke" im Gastraum herum, der Speiseplan war aus der Tischdecke ersichtlich, die Suppe nur mäßig warm, weil der Kellner seinen Daumen darin badete. Der schwimmende Käfer wurde als Fleischbeilage in der Rechnung aufgeführt. Der unter den Kartoffeln verstecke Fisch schwamm angeblich kurz zuvor im Aquarium, aber durch Sonnenbestrahlung stank er fürchterlich. "Wollen Sie meinen Tod?" - "Nicht, bevor Sie bezahlt haben!"
Nach anhaltendem Beifall verabschiedete Willi Dörr die Theatergruppe mit einem Geldbetrag, damit sie demnächst in einem besseren Lokal speisen können. Abschließend wurde nach altem Brauch gesungen, das "Badner Lied" und das "VdK-Lied", nach der Schneewalzer-Melodie, schallten durch den Saal. gp
© Schwetzinger Zeitung - 14. Mai 2010
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