

Die Schwetzinger Zeitung schrieb in ihrem Ketscher Teil am 24. Juli 2010.
Neurottschule: Abschlussfeier mit buntem Programm und Dankesworten / "Keiner kann alles, und es gibt keinen, der nichts kann"
KETSCH. Nur fröhliche Gesichter gab es am Donnerstagabend in der Aula der Neurottschule zu sehen, und das aus gutem Grund: Alle Schülerinnen und Schüler hatten ihre Abschlussprüfung erfolgreich absolviert. Es gab keine Ausfälle, alle Schüler haben bestanden, bestätigte Rektorin Angelika Krieger.
Mit "The Final Countdown" stimmte die Klasse 9a die Gäste in der Aula auf die festliche Abschlussfeier ein. "Wieder ist es uns gelungen, ein Schuljahr mit Erfolg abzuschließen. Erleichterung ist schon spürbar und wird sich in den nächsten Tagen noch sehr viel stärker bemerkbar machen", sagte Angelika Krieger in ihrer Rede. Eltern und Erziehungsberechtigte haben der Schule Vertrauen geschenkt zum Zweck der Bildung und Erziehung ihrer Kinder. Jedem Menschen, ob Schüler oder Lehrer, seien Grenzen auferlegt, keiner kann alles, und es gibt auch keinen, der nichts kann. Ob das Gelernte im richtigen Leben etwas nützt, sei eine ganz andere Frage, falls dort bisweilen andere Fähigkeiten gefragt sind. Unverzichtbar sei es für die Schüler, Problemlösekompetenz, soziale Kompetenz, intuitives Erkennen und die Fähigkeit, selbstständig Schlüsse zu ziehen, einzuüben.
Das Lesen verlange zum Beispiel, den Text im Ganzen zu erfassen, um ihn dann in seinen Einzelheiten verstehen zu können, fuhr die Rektorin fort. Auch beim Schreiben gehe es nicht alleine darum, Worte miteinander zu verbinden, vielmehr soll sich ein Gedanke erzählend, interpretierend wie ein "roter Faden" durch einen Aufsatz ziehen. Die Schüler haben eine Grundausbildung erhalten, die Kenntnisse seien in einem lebenslangen Weiterbildungsprozess der Arbeitswelt anzupassen. "Ich vertraue darauf, dass ihr, liebe Schüler, den eingeschlagenen Weg fortsetzt."
Bürgermeisterstellvertreterin Helena Moser überbrachte Grüße von Bürgermeister Jürgen Kappenstein und dem Gemeinderat. "Bildungshunger und Wissensdurst sind keine Dickmacher. Lernen ist nicht gefährlich für die gute Figur." Zwar werde jeder, der bildungshungrig und wissensdurstig ist, zwangsläufig zunehmen, nämlich an Erfahrung, Kenntnissen und Strategien zur Lebensbewältigung. Zum Glück sei Lernen nicht nur anstrengend, es mache auch Spaß. Wenn einem plötzlich ein Licht aufgeht, sei das ein Erfolgserlebnis. Lernen gehöre zum Menschen dazu, ohne diese Fähigkeit wären die Menschen heute noch eine Art von Affen auf Bäumen. "Wer aktiv ist, dem öffnen sich immer neue Zukunftsperspektiven."
Die Klasse 9b erfreute die Gäste mit "Sweat", wobei Rieke und Christo ihr Gesangstalent bewiesen. Mit Sprichwörtern entführte die Klasse 9a in eine Schulzeit, wo es noch Hiebe gab. Bei der Wirklichkeit des Seins waren Bäume, Sträucher und Menschen sichtbar. Gott und der Verstand waren nicht zu sehen.
Nach "Pretty Woman" legte die 9b einen fetzigen Tanz aufs Parkett, bevor die Klasse 10 mit ihrer Bilderschau "Lifestyle" einen Einblick in ihren Schulalltag gaben.
Die "Ketscher Müllabfuhr" der 9b hatte mit ihren gefüllten Mülltonnen die Lacher auf ihrer Seite. Die Klasse 10 präsentierte sich bei ihrem Vortrag "I gotta feeling" in schwarzen Polo-Shirts mit Aufdruck "AK 2010 - Erfolg macht sexy".
Als Höhepunkt der Veranstaltung verteilte Rektorin Angelika Krieger gemeinsam mit den Klassenlehrern die Zeugnisse. Die Besten der drei Klassen - Gülgün Polat, Nadine Ollmann und Anna Müller - belohnte Bürgermeisterstellvertreterin Helena Moser im Auftrag der Gemeinde mit Buchgutscheinen.
Schulsozialarbeiterin Marion Sandritter zeichnete Betül Acibel und Gökhan Kaya für ihr soziales Engagement als Schülersprecher und Betreuer des Schülerbistros aus. Mit "Geile Zeiten", vorgetragen von der Schüler-Lehrer-Band, klang die harmonische Abschlussfeier aus.
© Schwetzinger Zeitung - 24. Juli 2010
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