Bilder aus dem Schulalltag


Streitschlichter

Lernen, in Frieden miteinander zu leben

Schülerstreitschlichter mit Urkunden

Die Schülerstreitschlichter 2016-2017 haben ihre Urkunde erhalten.

Wo Menschen zusammen kommen, sind Streits und Konflikte unabdingbar. Es geht bei der Streitschlichtung nicht darum, dass keine Konflikte mehr auftreten, sondern dass sie in gemeinschaftlicher Überlegung beigelegt werden. Streitschlichtung heißt keine Verlierer, nur Sieger!

An der Neurottschule Ketsch gibt es seit 2006 Streitschlichtung. Für die kleinen Schüler werden dafür Schülerstreitschlichter extra ausgebildet, für die großen Schüler stehen Lehrer zur Verfügung, die ebenfalls eine besondere Ausbildung hierfür erworben haben.

Diese Streitschlichter oder auch "Mediatoren" helfen im Streitfall den Betroffenen, sich über ihre Gefühle und Interessen klar zu werden und sie verständlich zum Ausdruck zu bringen. Das gemeinsame Ziel ist es, eine Lösung ohne Verlierer zu finden.

Stress gehabt? Und wie kommst du zur Streitschlichtung?

Schülerinnen und Schüler der Klassen 2 bis 5 können in der großen Pause direkt bei den Streitschlichtern in der Aula einen Termin vereinbaren. Ältere Schüler der Klassen 6 bis 10 wenden sich bitte an die Lehrer oder das Mediationsteam (Frau Rittershofer, Frau Koch, Frau Trotter, Frau Sandritter und Herr Rumold).

Welche Aufgabe haben die Streitschlichter?

Die Streitschlichter, auch Mediatoren genannt, sind unparteiisch. Sie stehen somit weder auf der einen noch auf der anderen Seite und verkünden kein Urteil. Die Mediatoren sind also keine Richter, keine Schiedsrichter oder Rechtsanwälte, das heißt, sie geben niemandem Recht und bestrafen auch nicht.

Ihre Aufgabe ist es dafür zu sorgen, dass die Streitenden ihren Konflikt besser verstehen und dass sie eine gute und faire Lösung für ihren Streit finden. Außerdem achten sie  während der Streitschlichtung  auf die Einhaltung der Gesprächsregeln.

Wie läuft eine Streitschlichtung ab?

Jeder erhält genügend Zeit, den Streit aus seiner Sicht zu erzählen. Die Streitschlichter hören dabei "aktiv" zu, das bedeutet, sie hören ganz genau zu, stellen Fragen und fassen das Gehörte zusammen.

Wenn schließlich sich beide Streitenden verstanden fühlen, wird nach Lösungen für ihren Konflikt gesucht.  D. h. die Streitenden überlegen nun gemeinsam, wie sie ihre Meinungsverschiedenheiten beilegen können, und einigen sich auf die Lösungsvorschläge, die ihnen beiden am meisten zusagen. Diese Lösungen werden dann in einem Vertrag schriftlich festgehalten und von beiden Beteiligten sowie den Streitschlichtern unterschrieben.


Was geschieht nach der Streitschlichtung?

Nach einer gewissen Zeit nehmen die Streitschlichter und die Konfliktbeteiligten noch einmal Kontakt miteinander auf, um zu klären ob die Vereinbarungen eingehalten und dadurch die Probleme gelöst wurden. Falls nötig, kann ein weiteres Schlichtungsgespräch stattfinden, indem neue Lösungen verhandelt werden.

Lehrer als Steitschichter

Sie unterstützen die Streischichter: Frau Rittershofer, Frau Sandritter, Herr Rumold, Frau Kurz